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Ausverkauf an den Finanzmärkten geht weiter

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Ausverkauf an den Finanzmärkten geht weiter

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Der Ausverkauf an den europäischen Aktienmärkten geht weiter. Der befürchtete Börsen-Crash blieb aber aus. In Frankfurt fiel der Dax unter dem Eindruck einer schwachen Wall Street immer weiter und riss dabei auch die 6000-Punkte-Marke. Auch in Paris und in London warfen Anleger in großem Stil Aktien aus ihren Portfolios. Dem Abwärtstrend entzogen sich nur Unternehmen, die nicht von der Wirtschaftsentwicklung abhängen. Auslöser für die Talfahrt sind die Herabstufung der US-Bonität und die Sorge um die Zukunft der Euro-Zone. “Um die Grundlagen ist es schlecht bestellt”, so die Expertin Louise Cooper von BGC Brokerage. “Italien und Spanien sind hoch verschuldet. Um ihre Schulden zu bezahlen, brauchen sie Wachstum. Das aber ist schwierig, weil sie verschuldet sind. Die Lage ist verzwickt. Denn wenn die Schulden zu hoch sind und das Wachstum zu gering, gelingt weder das eine noch das andere.” Auch die Moskauer Börse verzeichnete ungewöhnlich hohe Verluste. Am Rohstoffmarkt brach aus Furcht vor einer weltweiten Rezession der Ölpreis ein. Der Goldpreis hingegen setzte zu einer neuen Rekordjagd an – seit Beginn des Jahres ist er um etwa 20 Prozent angestiegen. Der Kurs des Euro stieg: Die EZB setzte den Referenzkurs auf einen 1,4225 Dollar fest.