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Gefasste Fassungslosigkeit an der Wallstreet

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Gefasste Fassungslosigkeit an der Wallstreet

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Trotz Optimismus aus Washington haben die amerikanischen Börsen die Talfahrt der letzten Handelstage fortgesetzt. An der Wallstreet fiel der Dow Jones auf seinen tiefsten Schlussstand seit Oktober 2010. Hintergrund sind die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit und die europäischen Schuldenprobleme.

Panikverkäufe sorgten für den schlechtesten Stand des breit gefassten S&P 500 seit Dezember 2008. Gefasste Fassungslosigkeit unter den Händlern: “Wir haben mit einem Ausverkauf gerechnet, da wir die Entwicklung an den asiatischen und europäischen Börsen beobachtet haben. Der Ausverkauf fiel aber heftiger aus als erwartet. In den ersten dreißig Sekunden waren die Märkte um hundert Punkte abgewertet. Also wussten wir, dass der Trend nach unten geht,” erklärt Alan Valdez.

Nach der Herabstufung der amerikanischen Bonität werden US-Regierung und Unternehmen für Kredite wohl bald tiefer in die Tasche greifen müssen.

Der Techniker Mark Marra beschwert sich: “Ich mache Standard and Poor’s verantwortlich. Ihre Abwertung war eine schreckliche und kurzsichtige Maßnahme. Und wenn Sie sich ansehen, wie die Agentur damals zweifelhafte Sicherheiten mit Hypotheken mit Dreifach A bewertet hat, dann sollten die nichts mehr bewegen können – höchstens ihren eigenen Abgang.”

Viele Analysten sehen schwarz: Die weiteren Sparmaßnahmen, die nötig sind um die amerikanischen Finanzen in den Griff zu bekommen, könnten die schwächelnde Wirtschaft noch mehr in Mitleidenschaft ziehen.