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Pulverfass Großbritannien

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Wie ein Lauffeuer hat sich die Gewalt weiter ausgebreitet: Was Samstag in Tottenham begann, hat mittlerweile zahlreiche Londoner Viertel sowie andere große Städte erfasst. Auch in der dritten Nacht in Folge brannten Autos, Mülltonnen und Geschäfte, es kam zu neuen Plünderungen.

Die Polizei nahm bisher mehr als 215 Verdächtige fest, unter ihnen auch einen Elfjährigen.

Die Ausschreitungen begannen, als Sicherheitskräfte am Donnerstag einen Verdächtigen in einem Taxi in Tottenham erschossen hatten. Die zunächst friedlichen Proteste am Samstag eskalierten schließlich.

Mit Liverpool, Manchester, Bristol und Birmingham ging die Welle der Gewalt erstmals auch auf andere britische Großstädte über.

Dass des den zahlreichen Vermummten tatsächlich um die Aufklärung des Falles geht, wird immer mehr bezweifelt. Die Polizei geht stattdessen von gewaltbereiten Trittbrettfahrern aus.

Angesichts der Proteste brach Premierminister David Cameron seinen Urlaub ab. Für diesen Dienstag hat er den Nationalen Sicherheitsrat zusammengerufen.