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Tokio wusste Bescheid über Radioaktivität

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Tokio wusste Bescheid über Radioaktivität

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Die japanische Regierung hat offensichtlich nach dem Atomunfall in Fukushima Risiken über die radioaktive Wolke verschwiegen.

Speedi, das System zur Vorhersage der Verbreitung von radioaktiven Stoffen durch die Luft, hatte die Richtung vorhergesagt, doch die Behörden nahmen davon keine Notiz. So soll vielmehr eine von Speedi als unbedingt zu evakuierende Schule nicht nur nicht evakuiert worden sein, sondern gar als Notunterkunft für Hunderte Menschen herangezogen worden sein, die so gefährlichen Strahlen ausgesetzt waren.

Der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Namie, Tamotsu Baba, sagt: “Die Regierung lügt, wenn sie sagt, sie hätte nicht genau Bescheid gewusst. Sie wussten ganz genau, wieviel Radioaktivität wohin unterwegs war.”

Die Behörden versicherten, die radioaktive Wolke werde vom Wind aufs Meer hinausgetragen, obwohl die Speedi-Daten ganz andere Informationen vermittelten. Heute schweigt das Amt für Strahlenschutz in Tokio hierzu.