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Türkischer Außenminister tadelt Syrien

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Türkischer Außenminister tadelt Syrien

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Syrische Truppen sind mit Panzern

in Ortschaften im Norden des Landes eingerückt. Nach Angaben von Oppositionellen wurden mehr als zwanzig Menschen getötet.

Unterdessen empfing Syriens Präsident Bascher al-Assad den türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu in Damaskus. Medien berichteten, Assad habe ungehalten auf Ermahnungen des türkischen Politikers reagiert, beim Umgang mit der Protestbewegung Zurückhaltung zu zeigen. Eine libanesische Zeitung zitiert Assad mit den Worten: “Wenn Sie Krieg wollen, können Sie ihn haben – in der ganzen Region”.

Bei den Unruhen kamen nach Angaben der Opposition seit März bisher

fast 2000 Demonstranten ums Leben. Auch Hunderte Polizisten und Soldaten sollen getötet worden sein. Mehrere tausend Syrer flohen in die

Türkei. Das Land betrachte deshalb die Vorgänge im Nachbarland als eine “türkische Angelegenheit”, so Ankara.

Delegationen aus Südafrika, Indien und Brasilien reisten ebenfalls nach Damaskus. Die drei Länder sind derzeit auch Mitglieder im UN-Sicherheitsrat. Der südafrikanische Vize-Präsident Kgalema Motlanthe sagte, sein Land werde eine Resolution des Sicherheitsrates gegen Syrien nicht mittragen, sondern unterstütze vielmehr die Reformbemühungen der syrischen Regierung.