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Ukraine: Julia Timoschenko bleibt in Haft

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Ukraine: Julia Timoschenko bleibt in Haft

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Ungeachtet aller Proteste bleibt Julia Timoschenko in Haft. Das Gericht in Kiew lehnte es ab, die ehemalige ukrainische Regierungschefin freizulassen. Sie war am Freitag im Gerichtssaal in Haft genommen worden, weil sie den Prozess gegen sich selbst störte.

Die Verhandlung ging gestern weiter. Ein starkes Polizeiaufgebot sicherte das Gericht. Vor dem Gebäude protestierten trotz eines Verbots Hunderte von Menschen gegen den Prozess.

Man müsse sich an die Unterbrechung der Erdgaslieferungen damals erinnern, sagt der EU-Botschafter Jose Manuel Teixeira; und an die ernsten Auswirkungen für etliche EU-Länder. Die Wiederaufnahme der Lieferungen habe die Gaskrise im Januar 2009 beendet. Die EU habe das damals sehr begrüßt; daher sei diese Verhandlung für sie so wichtig.

In dem Prozess geht es um eben diese Erdgaslieferungen aus Russland. Timoschenko war damals Regierungschefin; laut Anklage ist sie damit verantwortlich für hohe Verluste der Ukraine. Sie selber bestreitet den Vorwurf und bezeichnet den Prozess als politisch motiviert.