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UN-Flieger bringt Hilfsgüter nach Somalia

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UN-Flieger bringt Hilfsgüter nach Somalia

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Erstmals seit fünf Jahren ist ein Hilfsflugzeug des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in der somalischen Hauptstadt Mogadischu gelandet. Möglich wurde dies durch den Rückzug der Al-Schabab-Milizen, die die Stadt am Samstag geräumt hatten. Insgesamt wurden mehr als 30 Tonnen Hilfsgüter ausgeladen – und die werden dringend benötigt. Denn die Lage der Hungernden in Somalia wird immer kritischer. Wegen der schlimmsten Dürre in der Region seit 60 Jahren leiden vor allem Kinder unter Mangelerscheinungen. Die Vereinten Nationen schätzen ihre Zahl auf mehr als 600.000. “Der Anteil der unterernährten Kinder hier liegt schon bei 50 Prozent”, sagt die Leiterin von Unicef Somalia,

Rozanne Chorlton. “Und das Risiko, dass diese unterernährten Kinder sterben, ist neun Mal höher als für gesunde Kinder.”

Rund 7,5 Millionen Menschen sind von der Hungerkatastrophe betroffen. Die UN wollen in den nächsten Tagen zwei weitere Flieger nach Somalia schicken. Zuvor waren Hilfsgüter nur auf dem Land- und Seeweg in die Krisengebiete gebracht worden.