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Verschnaufpause an den Börsen

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Verschnaufpause an den Börsen

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Die Wall Street hat in Erwartung der Zinsentscheidung der US-Notenbank freundlich eröffnet. Ob es sich nach der tagelangen Talfahrt nur um eine Verschnaufpause oder um erste Anzeichen einer Erholung handelt, ist noch unklar. Zu Beginn der Woche hatte die Wall Street 5,6 Prozent verloren. Für Unruhe sorgen die Nachwehen der Herabstufung der US-Bonität sowie die Furcht vor einer weltweiten Rezession. “Wir machen immer noch schwere Zeiten durch”, so Robert Halver von der Baader Bank. “Die Börsen fahren Achterbahn. Die Aussagen der Politiker kann man nicht anders als verrückt bezeichnen. Dass Politiker glauben, man könne sich die Probleme vom Leibe halten, ist naiv. Es ist keine Lösung zu sagen: Liebe Italiener, bitte verkauft euer Gold!” Für den deutschen Leitindex Dax ging es zunächst den zehnten Tag in Folge in den Keller, im Verlauf des Nachmittags konnten die Verluste aber wieder wettgemacht werden. Auch die Börsen in Paris und in London notierten im Plus. Fachleute sprechen von einem Markt, der nicht rational sondern emotional sei. In Asien ging es zumeist abwärts. Hongkong schloss mit einem Minus von mehr als 5,6 Prozent, Tokio ging mit einem Minus von fast 1,7 Prozent aus dem Handel. Trotz schlechter Inflationszahlen in China und anfänglicher Verluste beendeten hingegen die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen den Handelstag ausgeglichen. Auch die Börsen in Neuseeland und Australien erlebten eine weitere Talfahrt.