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Damaskus verbittet sich Einmischung

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Damaskus verbittet sich Einmischung

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Ungeachtet aller diplomatischen Bemühungen geht das syrische Regime weiter gewaltsam gegen die Bevölkerung vor. In Deir al-Zor im Nordosten tötete die Armee 17 Zivilisten. Sechs weitere starben in Hama, drei Zivilisten in Homs. Insgesamt sind mehr als 1600 Menschen seit Beginn der Demonstrationen in Syrien getötet worden.

Einer türkischen Initiative für ein Ende der Gewalt erteilte Präsident Baschar al Assad eine klare Abfuhr und drohte in Richtung Ankara: Wenn sie Krieg wollen, dann können sie ihn haben – in der ganzen Region. Die Türkei wählte diplomatischere Töne: Es habe die Möglichkeit zum klaren Austausch mit dem syrischen Präsidenten gegeben, so fasste der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sein stundenlanges Gespräch mit al-Assad zusammen. Es sei besprochen worden, welche Schritte folgen müssten, um weitere Gewalt zwischen Armee und Zivilisten zu verhindern.

Gleichzeitig rückt Syrien weiter ins Abseits: Saudi-Arabien, Kuwait und Bahrain beorderten ihre Botschafter aus Damaskus zurück. Dort traf inzwischen eine hochrangige Delegation aus Indien, Südafrika und Brasilien ein, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen.