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Großbritannien: Wer kommt für den Schaden auf?

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Großbritannien: Wer kommt für den Schaden auf?

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Nach den Krawallen werden auf die britischen Versicherungen Anträge von mehr als 110 Millionen Euro zukommen. Auch die Polizeikräfte werden wahrscheinlich zur Kasse gebeten und weitere 110 Millionen Euro für den Schaden aufbringen müssen. Denn nach dem Riot Act aus dem Jahr 1886 ist die Polizei für Schäden bei Krawallen verantwortlich, weil es ihr nicht gelang, diese zu verhindern.

James Dalton, Vizepräsident des Vereins der britischen Versicherer, erklärte: “Die Versicherungen werden die Forderungen der Kunden bezahlen, es spielt keine Rolle, ob es sich um Geschäfte oder Haushalte handelt. Die Kunden sollten so schnell wie möglich mit ihrer Versicherung Kontakt aufnehmen. Demnächst werden die Versicherungen und die Regierung zusammenkommen, um zu klären, inwiefern die Regierung einen Beitrag leistet über den Entschädigungsfond der Polizei, gemäß des Riot Acts.”

Am Ende werden Experten zufolge vor allem die Steuerzahler tiefer in die Tasche greifen müssen.

Die Frist für Entschädigungsansprüche beträgt beim Riot Act normalerweise 14 Tage, eine Verlängerung auf 49 Tage wurde beantragt.

Euronews-Korrespondent, Ali Sheikholeslam, sagte:

“Es wird noch lange dauern, bis klar ist, welchen Schaden die britische Wirtschaft von den Krawallen davongetragen hat. Besonders betroffen sind die kleinen Geschäfte. Angesichts der Finanzturbulenzen, den hohen Versicherungsansprüchen und der steigenden Angst in der Bevölkerung, werden Rufe laut, dass die Regierung einschreiten und mehr tun sollte als bisher.”