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Polizei in Norwegen gibt Fehler zu

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Polizei in Norwegen gibt Fehler zu

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Einem Polizeisprecher in Oslo zu Folge haben die Sicherheitskräfte kostbare Zeit verloren, als sie einen zu langen Weg zum Anschlagsort, der Insel Utoya, nahmen. Der Attentäter Anders Behring Breivik hatte dort versucht, mehrere hundert Kinder einer sozialdemokratischen Jugendgruppe zu erschießen.

Ein Sprecher räumte nun ein, die Polizei sei von einem zu weit entfernten Bootssteg aufgebrochen.

Unmittelbar nach dem Doppelanschlag war Kritik am Vorgehen der Polizei laut geworden: Ihr wurde vorgeworfen, zu lange gebraucht zu haben, um die Schießerei zu beenden und den Attentäter festzunehmen.

Breivik hatte am 22. Juli bei den Anschlägen auf das Osloer Regierungsviertel und auf die Jugendgruppe insgesamt 77 Menschen getötet. Wie ein Bluttest ergab, stand der Attentäter unter starkem Drogeneinfluss. Seinem Anwalt zu Folge wollte er besonders stark, effizient und wach sein. Im Internet hatte Breivik über die Einnahme von Steroiden berichtet.

Bis zum ersten November sollen nun zwei Psychiater klären, inwiefern Breivik handlungsfähig war und für das Blutbad verantwortlich gemacht werden kann.