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Syriens Weg in die Isolierung

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Syriens Weg in die Isolierung

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Syriens Staatschef Baschar al-Assad lehnt kategorisch alle Vermittlungsbemühungen oder Kompromisse ab. Nach Angaben der Opposition sind seit März fast zweitausend Regimegegner ums Leben gekommen. Das syrische Staatsfernsehen aber zeigt ihn redend, als sei nichts geschehen –

oder präsentiert Bilder von Waffen mit dem Kommantar, die habe die Armee bei getöteten Terroristen gefunden.

Gleichzeitg aber bekommt Assad zunehmend den Druck der anderen arabischen Staaten zu spüren.

Saudi-Arabien, Kuwait und Bahrain beriefen am

Montag ihre Botschafter in Damaskus zu Konsultationen in ihre Heimat zurück. Quatar hatte seinen Botschafter schon eher abgezogen. Syriens Nachbarnländer Ägypten und Jordanien dringen auf echte Lösungen.

Der saudische König Abdullah kritisierte Syrien in einer Fernsehansprache mit ungewöhnlich scharfen

Worten. Er sagte: “Die Todesmaschinerie und das Blutvergießen müssen gestoppt werden”, was in Syrien stattfindet, ist inakzeptabel”.

Die arabische Liga hingegen kann sich immer noch nicht zu klareren Tönen durchringen. Zwar wird verlangt, alle Gewaltakte gegen Zivilisten zu unterbinden – aber Aktionen sind nicht zu erwarten, wie von Generalsekretär Nabil el-Araby zu hören war. Der meinte vielmehr, wenn nach der Suche nach Lösungen gefragt werde, und er spreche da nicht nur über Syrien sondern auch über Libyen oder andere Länder der arabischen Welt, dann werde es keine drastischen Maßnahmen geben. Die Arabische Liga setze auf Überzeugungsarbeit, Schritt für Schritt.

Fakt ist, Syriens Machthaber Baschar al-Assad manövriert sich immer weiter in die Isolation hinein. Immer mehr arabische Länder, die er einmal zu seinen Verbündeten zählen konnte, wenden sich ab. Es gibt nicht wenige Beobachter, die meinen, das Problem Syrien werde erst mit dem Sturz von Assad zu lösen sein.