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Unklarheit nach NATO-Luftangriffen bei Zlitan

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Unklarheit nach NATO-Luftangriffen bei Zlitan

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Nach den NATO-Bombardierungen hat das libysche Gaddafi-Regime zahlreiche tote Zivilisten beklagt. Es beschuldigt das Militärbündnis, insgesamt 85 Menschen – unter ihnen auch Kinder – in einem Dorf bei Zlitan in der Nacht zum Dienstag getötet zu haben. Die NATO will jedoch keine Beweise für den Tod von Zivilisten haben.

Am Dienstag Nachmittag wohnten hunderte aufgebrachte Libyer der Beerdigung von 28 Todesopfern bei. Sie nannten NATO und Aufständische “Spione und Verräter”.

Libysche Oppositionelle versuchen seit längerem, Zlitan einzunehmen, um näher an die Hauptstadt Tripolis, den Sitz des Gaddafi-Regimes, heranzurücken.

Unterdessen zeigte das libysche Fernsehen Bilder eines Mannes, der Gaddafis Sohn Khamis sein soll. Dieser besuchte Überlebende des umstrittenen Luftangriffs in einem Krankenhaus. Stimmen die Aufnahmen, dann ist Khamis doch nicht bei NATO-Bombardierungen getötet worden, wie Regimegegner letzte Woche berichtet hatten.