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Britische Randalierer kommen vor Gericht

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Britische Randalierer kommen vor Gericht

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Nach den schweren Krawallen in mehreren englischen Städten ist nun die Justiz am Zug. Rund 1.500 mutmaßliche Randalierer und Plünderer wurden in den vergangenen Tagen festgenommen, gegen rund 300 wurde bereits Anklage erhoben. Einige erhielten in Schnellverfahren Haftstrafen von mehreren Monaten.

Londons Bürgermeister Boris Johnson forderte die Rücknahme der geplanten Sparmaßnahmen bei der Polizei. Und er zeigte sich kämpferisch. “Niemand sollte glauben, dass jetzt alles wieder gut ist”, sagte er, “niemand sollte denken, dass wir auch nur im Entferntesten zufrieden sind. All jene, die stehlen, Unruhe stiften und in unserer Stadt den Frieden der anderen stören, werden weiterhin die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.”

Ein Großaufgebot der Polizei war in der Nacht unterwegs, allein in London waren es 16.000 Beamte. Tatsächlich blieb es weitgehend ruhig, möglicherweise auch, weil es mancherorts, etwa in Manchester, heftig zu regnen begonnen hatte. In den vorhergegangenen Nächten hatten Randalierer ganze Straßenzüge in Schutt und Asche gelegt.

In Birmingham versammelten sich Hunderte Menschen zu einer Mahnwache für jene drei

jungen Männer, die in der Nacht zum Mittwoch bei einem Autounfall getötet worden waren. Sie hatten die Geschäfte in der Wohngegend vor Plünderungen schützen wollen. Wie Augenzeugen berichteten, war ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf den Bürgersteig gerast und hatte die Männer offenbar absichtlich überfahren.