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Cameron: Härte gegen Randalierer

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Cameron: Härte gegen Randalierer

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Mehrere Tote, Verletzte und hunderte Millionen Euro Sachschaden in den vergangenen Nächten, – die britische Regierung will mit Härte gegen die Gewalt vorgehen.

Premierminister David Cameron sagte, die Plünderer und Schläger der vergangenen Nächte würden alle verfolgt, und für Gewalt gebe es keine Entschuldigung. Die Polizei habe eine gute Arbeit geleistet, sie solle in Zukunft mit Gummigeschossen und Wasserwerfern ausgerüstet werden, sagte der Premier in einer Sondersitzung des Unterhauses.

Und das Militär könne helfen: “Der Chef der Londoner Polizei sagte mir, dass er lieber alle seine Mitarbeiter auf die Straße schicken und der letzte Mann in Scotland Yard sein wolle als die Hilfe der Armee anzufordern. Das ist die richtige Einstellung. Aber die Regierung muss auch voraus planen, und fragen, ob es Polizei-Aufgaben gibt, die die Armee übernehmen kann. Dann könnten mehr Polizisten bei den Unruhen sein.”

Der Sparplan der Regierung sieht vor, das Budget für die Polizei um 20 Prozent zu kürzen. Dafür wird Cameron von linken und konservativen Politikern kritisiert.

“Unsere Bürger wollen, dass die Polizei präsent ist,” so Labour-Oppositionsführer Ed Milliband. Versteht der Premierminister, dass es die Bürger nicht zu schätzen wissen werden, wenn er mit den geplanten Kürzungen so weiter macht?”

Landesweit nahm die Polizei in den vergangenen Tagen mehr als 1100 Menschen fest. Die Gerichte arbeiten derzeit rund um die Uhr, und haben in Eilverfahren bereits mehrmonatige Haftstrafen verhängt.