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Sorgen um Frankreichs Bankensektor

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Sorgen um Frankreichs Bankensektor

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Die französischen Großbanken – darunter die Societe Generale sind nach den drastischen Kursstürzen Mitte der Woche erneut in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Nicht zum ersten Mal: Schon Mitte Juni waren sie wegen der Verstrickung in die europäische Schuldenkrise ins Visier der Ratingagentur Moody’s geraten. “Hintergrund des Kurssturzes der Societe Generale waren Gerüchte über Liquiditätsprobleme der Bank”, erläutert Oliver Roth von der Close Brothers Seydler Bank. “Ein Gerücht genügt, um die Börsen in aller Welt zu erschüttern.” Das mag stimmen. Zugleich aber ist richtig, dass französische Banken, darunter die BNP Paribas und Credit Agricole zu den wichtigsten Gläubigern der Schuldenstaaten am Rand der Euro-Zone gehören. Auch BNP Parisbas und Credit Agricole waren von dem steilen Kursverfall betroffen. Französische Großbanken haben sich mit Hunderten Milliarden Euro in Italien, Spanien, Griechenland, Irland und Portugal engagiert. Die Sorgen um Frankreichs Bankensektor sind somit nicht völlig unbegründet. Französische Banken halten nicht nur Staatsanleihen in den Schuldenstaaten sondern sind unter anderem in Griechenland und Italien auch an dortigen Banken beteiligt.

Die Probleme könnten sich verschärfen: Eine asiatische Bank soll bereits ihre Kreditlinien für französische Institute gekappt haben.