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50 Jahre später: Wo ist die Mauer?

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50 Jahre später: Wo ist die Mauer?

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Morgen jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Und wie der ehemalige Grenzübergang Checkpoint Charlie ist die Mauer eine Touristenattraktion geworden. Genauer: das wenige, was von ihr übrig ist. Denn an den Verlauf erinnert im Zentrum der Stadt oft nur noch ein Streifen Pflastersteine. Zu wenig für Jüngeren:

So sagt ein junge vor dem Brandenburger Tor:

“Ich würd gerne hier eine Mauer sehen, damit ich mir das so richtig vorstellen kann.”

Und ein Junger Mann kann es sich nicht so recht vorstellen: “Man hat zwar da diese Linie, die den Verlauf der Mauer zeigt, aber das da ne vier Meter hohe Mauer in der Gegend gewesen sein soll, die über den ganzen Platz verlief, das sieht man heute gar nicht mehr.”

Am 13. August 1961 begann die Führung der DDR, die Enklave West Berlin mit einer Mauer abzutrennen. Seit Ende des Krieges waren rund 3 Millionen Menschen in den Westen gezogen, unter anderem weil sich dort die Lebensbedingungen schneller verbesserten. Die 1300 Kilometer lange Grenze von der Ostsee bis nach Bayern wurde später dann immer mehr ausgebaut. Am 9. November 1989 allerdings beendete die friedliche Revolution in der DDR die Trennung Deutschlands.