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Krawalle in London: Verluste und Vergebung

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Krawalle in London: Verluste und Vergebung

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Bei den Krawallen in London ist im Viertel Tottenham ein Teppichbodengeschäft abgebrannt. Von dem Laden und den 26 Wohnungen, die sich in dem Gebäude befanden, bleibt nur noch Schutt und Asche.

Für die nun heimatlosen Familien treffen viele Spenden ein. Auch Burcins und Mehmets Wohnung ging in Flammen auf: “Ich habe das Gefühl, dass wir alles verloren haben und die meisten Sachen können nicht ersetzt werden. Doch wir werden unser Leben wieder aufbauen und uns an die Arbeit machen. Momentan bin ich dazu aber noch nicht in der Lage. Ich kann noch nicht wieder arbeiten gehen.”

Den malaysischen Studenten Ashraf Haziq haben jugendliche Randalierer zusammengeschlagen, dann wurde der verletzte 20-Jährige von vermeintlichen Helfern ausgeraubt. Die Polizei hat einen seiner Angreifer festgenommen. Doch Ashraf sinnt nicht nach Rache: “Sie tun mir leid. Es war wirklich traurig, denn unter ihnen waren Kinder.”

Richard Mannington Bowes schwebt unterdessen zwischen Leben und Tod. Der 68-Jährige hatte sich im Londoner Stadtteil Ealing Broadway den Randalierern entgegengestellt und erlitt schwere Kopfverletzungen.

In Birmingham trauern diese beiden Väter um ihre Söhne. Die drei jungen Männer wurden überfahren, als sie versuchten ihr Viertel zu beschützen. Mehrere Verdächtige wurden verhaftet.