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Was sind Leerverkäufe?

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Was sind Leerverkäufe?

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Leerverkäufe gelten als Krisenbeschleuniger. Denn sie gehören zu den besonders riskanten Geschäften an den Börsen. Sie können die Aktienkurse ins Rutschen bringen. Zurück bleiben Verluste und frustrierte Händler. Problematisch wird es, wenn der Markt von Leerverkäufen überschwemmt wird. Denn dann kann der Aktienkurs allein dadurch auf Talfahrt gehen. Grundsätzlich funktionieren Leerverkäufe – short selling – so: Ein Händler verkauft Aktien oder Anleihen, die er sich gegen Gebühr bloß ausleiht, um sie bei fallenden Kursen günstiger zurückzukaufen. Geht die Wette auf, macht er einen Gewinn. Steigen die Kurse bis zum vereinbarten Zeitpunkt aber, entsteht dem Händler ein Verlust. Eine Schwemme von Leerverkäufen schädigt traditionelle Investoren. Als Auslöser dient oft das gezielte Streuen schlechter Nachrichten über Unternehmen. Weil diese Taktik, derer sich manche Händler bedienen, kriminell ist, schalten sich im Verdachtsfall die Regierungen mit Verboten ein.