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Italienische Finanzpolitik

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Im Kampf gegen die Schulden- und Wirtschaftskrise beschleunigt Italiens Regierung ihren Sparkurs. Das Kabinett von Silvio Berlusconi verabschiedete am Freitagabend ein neues milliardenschweres Spar- und Wachstumspaket mit einem Umfang von 45 Millionen Euro für die Jahre 2012 und 2013.

Das im Eiltempo abgestimmte Maßnahmenbündel soll vor allem dafür sorgen, dass Italien aus der Schusslinie der Finanzmärkte kommt.

Zusatzsteuern für Besserverdienende und auf 20 Prozent erhöhte Steuern auf Kapitalerträge sollen bereits im Jahr 2013 für einen ausgeglichenen Haushalt sorgen.

Regionen, Provinzen und Kommunen werden bis zu 50 000 Stellen abbauen müssen. Das Rentenalter für Frauen soll früher als bisher geplant auf 65 erhöht werden. Außerdem ist zur Förderung der Produktivität eine Reduzierung von Feiertagen geplant.

Wie dringend finanzpolitische Maßnahmen und Wachstumsförderung in Italien sind, zeigt der Rekord der im Juni auf 1,9 Billionen Euro gestiegenen Staatsverschuldung.