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Kuba: Fast eine Schwulen-Hochzeit

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Kuba: Fast eine Schwulen-Hochzeit

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Krönender Abschluss einer Traumhochzeit:

in Kuba ist das nach wie vor die Heimfahrt im 50-Jahre Oldtimer…doch warum mit Flagge der Schwulen-und Lesbenbewegung? Antwort: Weil die Braut vor Kurzem noch ein Mann war und der Bräutigam eigentlich schwul ist.

Doch auf Kuba, wo Homosexuelle nun mal nach wie vor keine Erlaubnis erhalten, zu Heiraten, avanciert dann selbst diese Hochzeit bereits zu einem gesellschaftspolitischen Ereignis ersten Ranges:

Für das Paar kein Politikum:“Ich denke, die kubanische Regierung hat die Sache ziemlich politisiert. Wir wollten daraus eigentlich weit weniger Zirkus machen, noch weniger Politik”

Während Ignacio und Wendy den Trubel eher gelassen nahmen, verstanden bekannte Aktivisten der lokalen Gaycommunity und Dissidenten die Hochzeit eher als politisches Signal.

Doch auch die Regierung sieht mit dem Ereignis die eigene Liberalität unter Beweis gestellt, Mariela Castro (Tochter Fidel Castros): “Ich freue mich wirklich für sie, dass sie nun heiraten kann. Zwar keinen Heterosexuellen, wie sie es ursprünglich wollte aber es scheint doch, als ob sie die Liebe ihres Lebens gefunden hätte und das nun Feiert. Wir wünschen ihr jedenfalls viel, viel Glück!”

Und damit sind wir wieder am Anfang der Geschichte – beim krönenden Abschluss einer Traumhochzeit auf Kuba.