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Schweiz: Coop verbannt mehrere Marken aus den Regalen

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Schweiz: Coop verbannt mehrere Marken aus den Regalen

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Der Schweizer Einzelhandel kämpft gegen massive Preissteigerungen wegen der Stärke des Schweizer Franken. Die Supermarktkette Coop wirft mehrere Produkte aus dem Sortiment, nachdem man sich mit den Herstellern, unter anderem L’Oréal und Ferrero, nicht auf tiefere Preise einigen konnte. Damit wolle Coop ein Zeichen setzen, erklärt Marketingchef Jürg Peritz, denn es sei nicht akzeptabel, dass nach allen Verhandlungen der vergangenen Monate nichts passiere.

Das Umsatzvolumen der verbannten Produkte liegt bei umgerechnet rund 27 Millionen Euro. Die Stiftung für Konsumentenschutz allerdings sieht in der Maßnahme nur einen ersten Schritt. “Das hat natürlich starke Signalwirkung”, sagt Geschäftsleiterin Sara Stalder, “aber es darf nicht bei solchen medienwirksamen Kampagnen bleiben. Wir brauchen koordinierte Maßnahmen in der gesamten Handelskette und die Unterstützung des EU-Wettbewerbskommissars.”

Auch der Schweizer Nationalbank macht die Stärke der Währung Sorgen. Sie könnte schon bald einen festen Wechselkurs zwischen Schweizer Franken und Euro einführen. Viele Anleger sehen angesichts der Euro-Krise den Franken als sicheren Hafen. Die Stärke der Währung allerdings ist für Unternehmen problematisch und auch die Gefahr einer Deflation wächst.