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Kurdischer Sender Roj TV in Kopenhagen angeklagt

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Kurdischer Sender Roj TV in Kopenhagen angeklagt

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In Kopenhagen hat eine erste Gerichtsverhandlung gegen den kurdischsprachigen Fernsehsender Roj TV stattgefunden. Die dänische Justiz wirft Roj TV allzu große Nähe zu der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei – PKK – vor. In der Europäischen Union und in den USA gilt die PKK als Terrororganisation. Roj TV hat eine dänische Sendelizenz, die Sendezentrale befindet sich allerdings in Belgien. “Das Programm erreicht 28 Millionen Kurden, die in der Türkei, im Iran, Irak und in Syrien leben, viele davon als Flüchtlinge”, so der Verteidiger Bjoern Elmquist. “Dass der Sender die Sichtweise eines unterdrückten Volkes wiedergibt, sollte keine Grund zur Schließung sein.” Die türkische Regierung hat sich in Kopenhagen über den Sender wiederholt beschwert. “Wer sich von der separatistischen, terroristischen Organisation in diesem Land nicht distanziert, leistet dem Verbrechen Vorschub” warnte der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan bei einer Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens seiner Partei AKP in Ankara. Ankara versucht bereits seit 2005, Dänemark zur Schließung des Senders Roj TV zu bewegen.