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Zweite Verhandlung gegen Mubarak auf September vertagt

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Zweite Verhandlung gegen Mubarak auf September vertagt

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Kurz nach Beginn ist die zweite Gerichtsverhandlung gegen den früheren ägyptischen Staatschef Hosni Mubarak in Kairo auf Anfang September vertagt worden. Der 83-Jährige wurde in einem Krankenwagen ins Gericht gebracht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm die Tötung vom mehr als 800 Demonstranten und Amtsmissbrauch vor. Mubarak ist der erste ranghohe Politiker, der sich nach dem Beginn der Revolte in den arabischen Ländern vor Gericht verantworten muss. Zusammen mit Mubarak stehen seine Söhne Gamal und Alaa wegen illegaler Bereicherung vor dem Richter.

Auch entschied das Gericht, dass der Prozess gegen Mubarak mit jenem gegen den früheren Innenminister Habib al-Adli zusammengelegt werden soll. Wie bei der ersten Verhandlung am dritten August erschien der frühere Staatschef im Krankenbett zur Verhandlung. Den Ärzten zufolge ist er herzkrank. Sein Gesundheitszustand soll jedoch stabil sein. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich zahlreiche Anhänger des früheren Staatschefs. Ein großes Polizeiaufgebot trennte sie von den Demonstranten, die das Todesurteil für Mubarak fordern. Trotzdem kam es zu Zusammenstößen.