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Für Muammar al-Gaddafi wird es langsam eng

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Für Muammar al-Gaddafi wird es langsam eng

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Im Libyen-Konflikt könnte es möglicherweise eine Verhandlungslösung geben. Vertreter der libyschen Regierung und der Rebellen trafen zu Gesprächen in einem Hotel im tunesischen Djerba zusammen – das jedenfalls berichteten tunesische Medien. Für Verwirrung sorgte die Ankunft des libyschen Ex-Innenministers Nasser Mabruk Abdallah in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Offenbar war Abdallah in Begleitung mehrerer Familienmitglieder in einer Privatmaschine aus Djerba gekommen – möglicherweise ein Zeichen, dass er sich vom Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi losgesagt hat.

In Libyen kommen die Aufständischen der Hauptstadt Tripolis immer näher. Inzwischen kontrollieren sie die Städte Sawijah und Garyan, auch Teile des Ölhafens Brega konnten sie zurückgewinnen. Vor allem Sawija ist strategisch wichtig, da es an der Küstenstraße zwischen Tripolis und Tunesien liegt. Die Rebellen erklärten, sie wollten mit der Einnahme der Stadt Gaddafis Nachschubrouten kappen. Am Montag hatten sich Gaddafi-Milizen und Kämpfer der Aufständischen in Sawija heftige Gefechte geliefert.

Das nächste Ziel der Rebellen ist Tripolis, wo sich Muammar al-Gaddafi verschanzt hat. In einigen Stadtvierteln kommt es bereits jede Nacht zu Schießereien zwischen Aufständischen und Regierungstruppen.