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Mubarak-Prozess künftig ohne Kameras

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Mubarak-Prozess künftig ohne Kameras

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Nach nur zwei Stunden ist der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak in Kairo vertagt worden. Das Verfahren, in dem auch Mubaraks Söhne wegen illegaler Bereicherung angeklagt sind, soll am 5. September fortgesetzt werden. Der Richter begründete die Vertagung damit, dass mehr Zeit für die Vorlage weiterer Beweismittel gegeben sei. Die Anklage wirft dem 83-jährigen Mubarak, der wegen seiner Herzprobleme auch dieses Mail im Krankenbett erschien, die Tötung von mehr als 800 Demonstranten bei den Unruhen im Frühjahr vor.

Vor der Polizeiakademie am Stadtrand von Kairo, wo der Prozess aus Sicherheitsgründen stattfindet, verfolgten erneut Hunderte Menschen die Live-Übertragung auf riesigen Leinwänden. Künftig ist dies allerdings nicht mehr möglich, denn Kameras werden aus dem Gerichtssaal verbannt. Zwischen Anhängern und Gegnern des ehemaligen Staatschefs kam es zu Auseinandersetzungen: Mubaraks Unterstützer kritisierten, der Angeklagte werde absichtlich gedemütigt. Die Polizei musste eingreifen und die beiden Gruppen voneinander trennen.