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Frankenstärke: Regierung greift Schweizer Unternehmen unter die Arme

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Frankenstärke: Regierung greift Schweizer Unternehmen unter die Arme

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Der starke Franken macht den Schweizer Unternehmen zu schaffen, insbesondere der Exportbranche. Die Regierung kündigte deshalb jetzt zwei Milliarden Schweizer Franken Unterstützung für die betroffenen Firmen an, umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro. Dies muss aber noch im Herbst vom Parlament gebilligt werden. In welcher Form die Hilfen konkret fließen sollen, ließ der Bundesrat noch offen.

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann erläuterte: “Das Paket setzt bei den Unternehmen an, die unter der Frankenstärke am meisten leiden – Unternehmen im Bereich des Exports, des Tourismus. Auch im Innovationsbereich wollen wir einwirken mit der Ambition, langfristig das Land besser zu stellen.”

Angesichts der Euroschwäche war der Schweizer Franken immer weiter gestiegen, für Anleger gilt er als sicherer Hafen. Auch wenn er in den vergangenen Tagen wieder etwas fiel, ging die Schwächung der Schweizer Notenbank nicht weit genug. Sie hat schon die Liquidität auf dem Geldmarkt mehrmals erhöht, zuletzt an diesem Mittwoch. Die Wirkung hielt sich in Grenzen. Die Notenbank hält den Franken weiterhin für massiv überbewertet. Laut Medienberichten erwägt sie, in absehbarer Zeit die zeitweise Anbindung des Franken an den Euro zu verkünden.