Eilmeldung

Eilmeldung

Katholischer Weltjugendtag in der Kritik

Sie lesen gerade:

Katholischer Weltjugendtag in der Kritik

Schriftgrösse Aa Aa

Einen Tag nach seinem Start sorgt der katholische Weltjugendtag in Madrid nicht nur für religiöse Hochgefühle. Morgen kommt der Papst, und vielen passt das nicht. Demonstranten machen gegen Pontifex und Jugendtag Front, und das auch wegen geschätzter Veranstaltungskosten von rund 100 Millionen Euro.

“Ich interessiere mich nicht wirklich für den Papstbesuch in Spanien. Ich finde es nicht richtig, dass wir die Hälfte von diesem Besuch zahlen müssen, vielleicht sogar noch mehr, da die Kirche ja nicht mehr dieselbe ist, die sie ursprünglich mal war.”

Die Veranstalter wollen diese Sorgen zerstreuen, man achte strikt darauf, die Kosten so gering wie möglich zu halten, heißt es. Gerade für Unbeteiligte.

“Die Einnahmen entsprechen den Ausgaben. Wir können mehr Bildschirme aufstellen, wenn wir genügend Sponsoren finden, denn es geht darum, alle nur möglichen Ausgaben für die spanischen Steuerzahler wie auch die spanische Kirche zu vermeiden. Wir können kein Geld von wirklich wichtigen Bereichen abziehen.”

Auf dem Programm stehen Gebete, Ausstellungen, Konzerte und mehr. Höhepunkt ist dann der vom Papst geleitete Gottesdienst am Sonntag. Unterdessen nahm die Polizei einen mexikanischen Studenten fest, der einen Anschlag auf eine der Anti-Papst-Demos geplant hatte. Mehr als 140 Gruppen wollen gegen den Papstbesuch protestieren.