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Französische Bauern demonstrieren gegen Obstimporte

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Französische Bauern demonstrieren gegen Obstimporte

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Ausgerechnet an einem geschichtsträchtigen Ort, Place de la Bastille in Paris, wo vor zwei Jahrhunderten die Köpfe rollten, haben sich die französischen Bauern heute zu einer Protestaktion versammelt.

Zur Freude der Pariser verkaufen sie tonnenweise Obst zu ganz kleinen Preisen, um damit die großen Ketten zu unterbieten, die sie – wie sie sagen – “umbringen”.

Aus ganz Frankreich sind sie in die Hauptstadt gekommen, um auf ihre prekäre Lage aufmerksam zu machen.

Obstbauer Raymond Girardi vom Bauernverband Modef sagt: “Die Regierung müsste etwas für uns tun, müsste Regeln für die Supermärkte aufstellen, müsste den Import kontrollieren, damit das Obst aus dem Ausland nicht so billig angeboten wird, und damit wir nicht gerade dann Obst importieren, wenn wir es selbst im Land produzieren.”

An der französisch-spanischen Grenze hatten noch in der vergangenen Woche erboste Obstbauern Lastwagen aus Spanien aufgehalten und spanische Nektarinen und Pfirsiche auf die Straße gekippt.

Die EU-Kommission ermahnte daraufhin Paris, den freien Warenverkehr zu gewährleisten.