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Libyens Rebellen kreisen Gaddafi weiter ein

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Libyens Rebellen kreisen Gaddafi weiter ein

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Die libyschen Rebellen haben weiter an Boden gutgemacht. Nach zweitägigen Kämpfen nahmen sie nach eigenen Angaben die Öl-Raffinerie bei Al-Sawija ein, die für die Versorgung von Tripolis von Bedeutung ist. Der Kampf um die Stadt Al-Sawija selbst, gut 50 Kilometer westlich von Tripolis und wichtig für den Marsch auf die Hauptstadt, gestaltete sich hingegen schwierig, Straßenzug um Straßenzug rangen Aufständische und Gaddafi-Truppen um die Kontrolle.

Doch die Rebellen haben den Machthaber und seine Getreuen in den vergangenen Tagen immer weiter eingekreist: Gestützt von der NATO eroberten sie die auf der Nachschubroute nach Tunesien gelegene Stadt Sabratha und die Garnisonsstadt Garjan ein. In Slitan mussten sie hingegen eine Niederlage hinnehmen.

Die Regierung bekräftigte ihrerseits, die Fronten unter Kontrolle zu haben, drängte nach einer Kabinettssitzung aber auf einen Waffenstillstand. Sie bot jedoch nicht den Rücktritt Gaddafis an. Für die Rebellen eine Grundvoraussetzung.

Sie hoffen, dass das Regime bald von innen kollabiert und sie bis Ende des Monats Tripolis einnehmen können. Die Bewohner der Hauptstadt berichten von Endzeitstimmung. Gaddafi soll sich laut Medienberichten nach Südafrika oder Venezuela absetzen wollen.