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Türkei: Auf Angriff folgt Vergeltung

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Türkei: Auf Angriff folgt Vergeltung

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Die Türkei hat von acht Soldaten und einem Dorfschützer Abschied genommen. Sie waren bei einem Angriff der kurdischen Rebellen auf einen Militärkonvoi getötet worden.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte daraufhin erklärt, die Täter müssten dafür “den Preis zahlen”. Auf Worte folgten Taten, die türkische Luftwaffe bombardierte Stellungen der PKK.

Ein Militärexperte erklärte: “Dieser Einsatz gegen die Lager in den Kandil-Bergen ist vor allem psychologisch sehr wichtig. Es ist außerdem ein Ort, an dem sich die Kämpfer und die Logistik der PKK befinden. Die Türken sind jetzt erleichtert. Die Türkei ist eine aufstrebende Macht in der Region. Iran, Syrien und andere Kräfte versuchen die Türkei zu stoppen. Die PKK wird als Terrororganisation von diesen Kräften als Werkzeug benutzt.”

Die PKK hat im Nordirak mehrere Lager, von denen aus sie immer wieder die benachbarte Türkei angreift. Seit Anfang der 1980er Jahre kämpft die PKK für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete.

“Die Experten sind sich darüber einig, dass die Reaktion der Türkei sich nicht auf diese Luftangriffe beschränken wird. Ein Bodeneinsatz an der Grenze zum Irak wird immer wahrscheinlicher,” so der Euronews-Korrespondent.