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Chile hebt Zahl der Opfer der Militärdiktatur an


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Chile hebt Zahl der Opfer der Militärdiktatur an

In Chile waren während der Militärdiktatur wesentlich mehr Menschen Opfer von Menschenrechtsverletzungen als bislang angenommen. Eine Untersuchungskommission hob die Zahl um fast 10.000 auf 40.018 an. Die Überlebenden erhalten vom demokratischen Staat als Wiedergutmachung eine Monatsrente von umgerechnet etwa 180 Euro.

“So schnell wie möglich wird der Präsident, nachdem er den Kommissionsbericht gelesen hat, das entsprechende Dekret erlassen. Wir hoffen, dass dieser Bericht zur Befriedung Chiles und zur Aussöhnung beitragen wird”, erklärte Justizminister Teodoro Ribera.

Nach den Erkenntnissen der Kommission verschwanden unter General Pinochet mehr als 3.000 Menschen, über 37.000 wurden wegen ihrer politischen Einstellung gefoltert oder inhaftiert. Der General hatte 1973 gegen die Regierung Allende geputscht und regierte bis 1990.

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