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Dissidentin trifft Präsidenten: Empfang für Suu Kyi nur Staatstheater?


Myanmar

Dissidentin trifft Präsidenten: Empfang für Suu Kyi nur Staatstheater?

Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist erstmals mit dem neuen Staatschef Thein Sein zusammengekommen. Es war der ranghöchste Empfang für die Friedensnobelpreisträgerin, die im November nach insgesamt gut 15 Jahren Hausarrest freigelassen worden war. Bei dem Treffen sei in freundlicher Atmosphäre über Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesprochen worden, meldete das Staatsfernsehen von Myanmar, dem einstigen Birma.

Suu Kyi, deren Partei zwangsaufgelöst wurde, hatte auch ungehindert am Sonntag ihren ersten politischen Auftritt außerhalb der Metropole Rangun abhalten können. Der Empfang beim Präsidenten war ein weiteres Signal des Entgegenkommens der neuen Regierung, die auch schon zwei Treffen Suu Kyis mit dem Arbeitsminister arrangiert hatte.

Die nominell zivile Regierung, in der aber viele Ex-Generäle sitzen, versicherte jüngst, den Dialog mit der Dissidentin fortsetzen zu wollen. Beobachter sind sich noch nicht im Klaren, ob es sich bei all den Gesten nur um Staatstheater handelt.

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