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Inder will Korruption aushungern

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Inder will Korruption aushungern

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In Indien ist der populäre Anti-Korruptions-Aktivist Anna Hazare nach rund drei Tagen Haft wieder freigelassen worden. Tausende jubelnder Anhänger empfingen ihn in Neu-Delhi.

Hazare gehört zu der indischen Bewegung, die der grassierenden Korruption im Land den Kampf angesagt hat. Sein Druckmittel der Wahl: ein Hungerstreik.

Am vergangenen Dienstag wollte der Gandhi-Anhänger mit dem Hungern beginnen, wurde dann aber zusammen mit 1400 Anhängern verhaftet. Im Gefängnis fing er dann mit seinem Hungerstreik an, und den will er jetzt so lange fortsetzen, bis sich etwas ändert.

Schon im April hatte Hazare mit einem Hungerstreik die Regierung zu Verhandlungen über das Anti-Korruptionsgesetz gezwungen. Der Anfang August eingebrachte Gesetzesentwurf ist Haraze und seinen vielen Anhängern aber nicht scharf genug.

Die indische Regierung steht seit Monaten wegen einer Reihe von Bestechungsskandalen in der Kritik, die bis auf Ministerebene reichen.