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Proteste überschatten Papstbesuch in Madrid

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Proteste überschatten Papstbesuch in Madrid

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Papst Benedikt XVI. hat beim Weltjugendtag in Madrid ein dichtes Programm. Nach einem Treffen mit der spanischen Königsfamilie im Palacio de la Zarzuela begab sich der 84-Jährige zur Schloss- und Klosteranlage San Lorenzo de el Escorial. Der Renaissancebau gehört zum Weltkulturerbe der Unesco und ist nach dem heiligen Laurentius benannt, der laut der Legende auf einem Feuerrost gemartert wurde. 
 

Hunderte Nonnen begrüßten den Pontifex. Er lobte sie für ihre Entscheidung, ihr Leben dem Glauben zu widmen, das sei von großer Bedeutung in dieser zunehmend säkularen Welt.
 

In Madrid geht es aber nicht nur um religiöse Fragen. Es ist eine heftige Debatte über die Kosten des Papstbesuchs entbrannt. Den Veranstaltern zufolge wird alles mit den Beiträgen der Teilnehmer und Spenden finanziert.
 

Die Gegner der Visite sind anderer Meinung. Sie rechnen vor, dass das katholische Glaubensfest die Steuerzahler rund 50 Millionen Euro kostet.
Auf dem Platz Puerta del Sol ging die Polizei in der vergangenen Nacht mit Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. Nach Angaben von spanischen Medien wurden vier Menschen verletzt.