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Mehrwertsteuersenkung soll Spaniens Bausektor ankurbeln

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Mehrwertsteuersenkung soll Spaniens Bausektor ankurbeln

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Im Kampf gegen den Schuldenberg hat die spanische Regierung weitere Sparmaßnahmen beschlossen. Außerdem will sie mit einer reduzierten Mehrwertsteuer von vier statt acht Prozent beim Kauf neuer Immobilien den brachliegenden Bausektor wieder stimulieren.

Die Maßnahmen müssen noch vom Parlament beschlossen werden – das Kabinett will auf eine Sondersitzung der Abgeordneten von der nächsten Woche an dringen.

Mit der Maßnahme ziele man darauf ab, den großen Bestand an Immobilien zu verkaufen und gleichzeitig den Bausektor zu aktivieren, erklärte ein Regierungssprecher. So schaffe man neue Arbeitsplätze in dem Sektor, der am meisten von der Wirtschaftskrise betroffen sei.

Das Platzen der Immobilienblase hat in Spanien mit zur hohen Arbeitslosigkeit geführt, viele Neubauten konnten nicht an den Mann gebracht werden.

Knapp fünf Milliarden Euro zusätzlich will die Regierung durch Sparvorgaben im Gesundheitswesen und durch Gewerbesteuer einnehmen. Unter anderem sollen Ärzte gesetzlich verpflichtet werden, Generika zu verschreiben. Die Gewerbesteuer für große Unternehmen soll vorzeitig erhoben werden – in den Augen der Opposition ein Buchhaltertrick.

Durch vorangegangene Sparanstrengungen konnte Spanien sein Defizit schon von elf auf neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken, nun sind sechs Prozent angepeilt.