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Keine Einigung - die spanischen Fußballer streiken weiter

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Keine Einigung - die spanischen Fußballer streiken weiter

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Die Spanier sind fußballverrückt, aber am Wochenende mußten sie leiden, denn die Stadien blieben zum Saisonauftakt geschlossen. Keine Spiele in der ersten und zweiten Liga, die Profis streiken. Und auch für den zweiten Spieltag sieht es nicht danach aus, als sollten Lionel Messi und Co. ihre Ballkunst zeigen.

Die Fronten zwischen den Verhandlungspartnern, der Profi-Liga LFP und der Spielergewerkschaft AFE, sind verhärtet. Auch am Montag gab es keine Einigung über eine Garantie, die über zweihundert Spielern die Auszahlung ausstehender Gehälter bringen soll. Die Spieler der großen Vereine sind zwar nicht direkt betroffen, aber auch sie streiken mit. Sie wollen ihren Kollegen helfen.

Zweiundzwanzig europäische Clubs stehen in Europa vor dem Ruin. Einundzwanzig davon befinden sich in Spanien, sieben davon in der ersten Liga.

Die Schulden der spanischen Proficlubs sind innerhalb eines Jahres von 3,4 Milliarden auf über vier Milliarden Euro angewachsen.

Die Folge: die Clubs schulden Spielern über 53 Millionen Euro an Gehältern. Betroffen sind über zweihundert Profis, die auf ihr Geld warten.

Der Streik betrifft nur Ligaspiele, nicht die internationalen Wettbewerbe. Der FC Sevilla tritt am Donnerstag in der Europa-League-Qualifikation also zum Rückspiel gegen Hannover 96 an.