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Ölpreise unter Druck

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Ölpreise unter Druck

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Die jüngsten Ereignisse in Libyen setzen den Ölpreis unter Druck. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um bis zu 3 Prozent auf zeitweise rund 105 Dollar pro Barrel. Der Preis für Texas-Öl WTI sank in der Spitze um 1,4 Prozent auf rund 81 Dollar pro Barrel.

Von der Entwicklung profitierten auch die Papiere des italienischen Öl- und Gasproduzenten ENI, der Förderanlagen in Libyen betreibt. Auch OMV und Total legten zu. Zuletzt war das Produktionsvolumen auf nur noch 60.000 Barrel täglich gesunken.

Vor dem Ausbruch der Unruhen im März betrug das Fördervolumen für den Export in dem nordafrikanischen Land 1,3 Millionen Barrel pro Tag. 85 Prozent gingen davon nach Europa. Da viele Förderanlagen während des Konflikts beschädigt wurden, wird der Wiederaufbau mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen.

Experten rechnen mit einem weiter fallenden Ölpreis. Bereits vergangene Woche war dieser gesunken. Der Grund war die ansteigende Angst um ein weltweites Einbrechen des Wirtschaftswachstums, was eine geringere Nachfrage nach Öl zur Folge hätte.