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Spanische Spielergewerkschaft will durchhalten

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Spanische Spielergewerkschaft will durchhalten

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Wir wollen die Situation im spanischen Fußball tiefergehender betrachten. Dafür sprechen wir mit Jesús Diaz Peramos, Vizepräsident der Spielergewerkschaft AFE, der am Montag Nachmittag mit am Verhandlungstisch saß. Auch in dieser Woche soll der Fußball in Spanien ruhen. Was gibt es denn Neues zu berichten?

Peramos:

“Guten abend. Es gibt im Vergleich zu den vergangenen Tagen nichts Neues, der Streik wird am Wochenende weitergehen.”

Manu Terradillos (euronews):

“Was fordern Sie denn genau?”

Peramos:

“Wir wollen eine Einigung über alle Punkte, über die wir mit der Liga in den letzten Monaten verhandelt haben. Die Liga hat bisher einem Fond zugestimmt, um Spieler finanziell abzusichern. Aber es gibt viele andere Punkte. Die Clubs müssen ihre Schulden bei den 200 Spielern begleichen, inklusive der Gehälter der vergangenen Saison und sogar der Saison davor.”

euronews:

“Die Clubs sagen, es ist kein Geld übrig. Könnten die Spieler auf einen Teil ihres Geldes verzichten, um die Zukunft des Fußballs zu sichern?”

Peramos:

“Die Spieler wollen, daß ihre Verträge respektiert werden. Schon die letzten Jahre haben sie auf Gehalt verzichtet oder in ihren Verträgen festgehalten, daß sie im Falle eines Abstiegs auf Geld verzichten. Die Spieler passen sich der finanziellen Krise schon an, aber viele der Vereine richten sich bei ihren Ausgaben nicht nach ihren Einnahmen. Das ist das Problem.”

euronews:

“Was können wir den Fans sagen, die das Ganze ausbaden müssen? Die Fans denken ja eher, daß Fußballer viel Geld verdienen. Und sie sind ohne Fußball.”

Peramos:

“Ich möchte den Fans sagen, daß wir, genauso wie alle anderen so schnell wie möglich in die Saison starten wollen. Aber nur mit einer soliden Basis, die den Problemen der Vergangenheit vorbeugt.”

euronews:

“Wie lange kann der Streik weitergehen? Einen oder zwei Monate oder die ganze Saison? 2012 ist immerhin das Jahr der Europameisterschft…”

Peramos:

“Solange es keine umfassende Einigung auf eine Garantie für die Erfüllung unserer Forderungen gibt, kann die Saison nicht beginnen. Wir können keinen Zeitrahmen geben. Wir sind uns einig, daß wir ein Minimum unserer Forderungen erfüllt haben wollen. Wir wollen eine echte Konkurrenz zwischen den Clubs. Da gibt es Clubs, die sich über andere beschweren, weil sie Transfergelder nicht bezahlt haben. Das Problem betrifft also nicht nur Spielergehälter.”