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UN-Menschenrechtsrat berät über Syriens Repressalien

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UN-Menschenrechtsrat berät über Syriens Repressalien

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Der UN-Menschenrechtsrat hat bei einer Sondersitzung in Genf über das gewaltsame Vorgehen der syrischen Führung gegen Oppositionelle beraten.

Während die Stunden der Machthaber in Libyen gezählt sind, demonstriert Syriens Präsident Baschar al-Assad Stärke. Die Rücktrittsforderungen aus dem Westen wies er am Sonntag in seinem vierten öffentlichen Fernsehauftritt seit Beginn des Aufstands in Syrien verächtlich zurück und drohte: “Wir sagen den uns nicht freundlich gesinnten Ländern: Wenn Ihr Eure Pläne ausweitet, gehen wir auch weiter. Eure Worte sind wertlos. Wir ziehen es vor, nicht weiter darauf zu reagieren.”

Syrien sei aus der von den Protesten ausgelösten Krise sogar gestärkt hervorgegangen, meint Assad: “Wir können dies handhaben und wir haben kürzlich auch schon einiges erreicht. Wir werden das jetzt nicht groß verkünden, denn wir müssen weiter die Sicherheit aufrechterhalten. Dennoch – ich bin nicht beunruhigt über die Vorkommnisse.”

Die UNO aktualisierte an diesem Montag ihre Zahlen, sie geht inzwischen von 2.200 Toten bei der Niederschlagung des Volksaufstandes aus. Die syrische Führung macht nach wie vor bewaffnete, terroristische Gruppen für die Gewalt verantwortlich.

Die Menschenrechtsverletzungen hielten an, beklagte die zuständige UN-Kommissarin zum Auftakt der Sondersitzung in Genf. Dort sollte auch über die Entsendung einer unabhängigen Untersuchungskommission nach Syrien beraten werden.