Eilmeldung

Eilmeldung

Gaddafi-Sohn Saif al-Islam frei und gesprächig

Sie lesen gerade:

Gaddafi-Sohn Saif al-Islam frei und gesprächig

Schriftgrösse Aa Aa

Muammar Gaddafi gehe es gut und zwar in Tripolis – sagt sein Sohn Saif al-Islam. Seit dem Vorrücken der Aufständischen in der libyschen Hauptstadt Tripolis herrscht Rätselraten – wo ist der Mann, der das Land mehr als 40 Jahre regierte.

Nach Medienberichten ist der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesuchte Saif al-Islam nicht in der Hand der libyschen Rebellen.

“Zunächst möchte ich sagen – an all diesen Gerüchten ist nichts dran. Die NATO und der Westen haben moderne Technik und damit haben sie die Kommunikation blockiert und gestört. Sie schickten Nachrichten an das libysche Volk durch das Libyana-Netzwerk. Sie haben die Sendungen des staatlichen Fernsehens gestoppt. Das ist ein Krieg per Medien und Elektronik, um Chaos und Furcht in Libyen zu verbreiten.”

Auch Muhammad al-Gaddafi, das älteste von zehn Gaddafi-Kindern, soll den Aufständischen entkommen sein.

Die Aufständischen hatten am Sonntagabend mitgeteilt, sie hätten Saif al-Islam und Muhammad

Gaddafi gefangengenommen.

Die Nato hat nach Medien-Berichten in der Nacht zum Dienstag in Tripolis die Residenz von Muammar al-Gaddafi angegriffen. Nach Angaben der Gaddafi-Gegner sind noch bis zu 20 Prozent der libyschen Hauptstadt unter Kontrolle der Gaddafi-Truppen.

Muammar Gaddafi, exzentrischen Fernsehauftritten nie abgeneigt, ist seit mehr als zwei Monaten nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden.