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Gericht stellt Strafverfahren gegen Strauss-Kahn ein

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Gericht stellt Strafverfahren gegen Strauss-Kahn ein

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Das Strafverfahren gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, wegen versuchter Vergewaltigung ist eingestellt.

Der zuständige Richter Michael Obus gab am Dienstag in New York einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt.

Strauss-Kahn war Mitte Mai festgenommen worden, nachdem ein Zimmermädchen ihn beschuldigt hatte, sie in einem New Yorker Hotel unter anderem zum Oralsex gezwungen zu haben.

Vor dem zuständigen New Yorker Gericht haben rund zwei Dutzend Feministinnen demonstriert. “DSK, Schande über Dich” und “Nafissatou, wir glauben Dir”, stand auf Plakaten mit Bezug auf Strauss-Kahn und das Zimmermädchen Nafissatou Diallo, das ihm versuchte Vergewaltigung vorwirft. Sie wollen, dass die Staatsanwaltschaft weiter gegen Dominique Strauss-Kahn ermittelt. Das Gerichtsgebäude wurde von etwa 30 Polizisten bewacht.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hatte am Montag die Einstellung des Verfahrens wegen versuchter Vergewaltigung beantragt.

In ihrer Begründung hatten die Ankläger erklärt, das Zimmermädchen Nafissatou Diallo habe durch zahlreiche Widersprüche und Lügen ihre Glaubwürdigkeit verloren. Sie habe “in fast allen Gesprächen” mit der Staatsanwaltschaft die Unwahrheit gesagt.

Auch dem Antrag der Verteidigung, den Staatsanwalt wegen Befangenheit auszutauschen, hat das Gericht bereits vorab nicht entsprochen.

Offen ist, ob der 62-Jährige Strauss-Kahn in seiner Heimat Frankreich noch eine politische Zukunft hat.