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Strauss-Kahn auch in Paris wegen Sexualdelikt angeklagt

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Strauss-Kahn auch in Paris wegen Sexualdelikt angeklagt

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In Frankreich wartet eine weitere Klage wegen eines Sexualdelikts auf Dominique Strauss-Kahn. Er soll die Journalistin Tristane Banon 2003 sexuell angegriffen haben. Ihre Mutter ist eine Parteigenossin von Strauss-Kahn und hatte der Tochter damals geraten, nichts gegen “DSK” zu unternehmen. Doch durch den New Yorker Fall aufgerüttelt erstattete die Journalistin nun doch Anzeige. Bereits 2007 hatte Banon in einer Fernsehsendung schwere Vorwürfe gegen Strauss-Kahn erhoben.

Ob Strauss-Kahn den New Yorker Skandal und den neuen Fall in seiner Heimat abschütteln kann, bleibt abzuwarten.

Für die Versicherungsangestellte Veronique Colle in Paris ist Strauss-Kahn ein Vergewaltiger. Sie sagt: “Die arme Frau, das Zimmermädchen. Alle waren von Anfang an gegen sie. Aber eines ist doch klar: Natürlich hat er ihr etwas angetan.”

Einer anderer Passant in Paris, Bernard Marty, meint: “Hier kam Strauss-Kahns wahres Gesicht zum Vorschein. Politisch gesehen wird er sich davon nie wieder erholen.”

Der Bankangestellte Victor Dosi erklärt: “Vielleicht kann er unter einer sozialistischen Regierung noch einen Ministerposten bekleiden, aber Staatspräsident, das kann er nicht mehr werden.”

Strauss-Kahns Partei, die PS (partie socialiste), zeigte sich erfreut über die Entwicklungen in New York. Vor seiner Haft hatte Strauss-Kahn als aussichtsreicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des französischen Präsidenten gegolten.