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Stresstest für Waffenruhe zwischen Israel und Gaza-Militanten

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Stresstest für Waffenruhe zwischen Israel und Gaza-Militanten

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Die informelle Waffenruhe zwischen Israel und militanten Splittergruppen im Gazastreifen ist brüchig. So landeten zwei weitere selbst gebaute Raketen aus dem Gazastreifen auf israelischem Gebiet. Im ebenfalls palästinensischen Westjordanland brachen Unruhen aus, als israelische Militärs in Hebron 50 Hamas-Aktivisten festnahmen.

Die Feindseligkeiten waren am vergangenen Donnerstag nach einer Serie blutiger Anschläge im Süden Israels ausgebrochen. Die mutmaßlichen Urheber betrachten Israel trotz der Waffenruhe weiter als Feind.

Ein Mitglied des Volkswiderstandskomitees (Popular Resistance Committees PRC):

“Wir vom militärischen Flügel des Volkswiderstandskomitees in Gaza verkünden einen vorübergehenden Stopp des Raketenbeschusses, und zwar zum Wohl unseres Volkes” – man habe mit Israel aber immer noch eine riesige Rechnung offen.

Dort herrscht nach wie vor erhöhte Alarmbereitschaft.

Oberstleutnant Avital Leibovich, Sprecherin der Armee Israels:

“Noch heute leben eine Million Israelis in Daueralarm in der Nähe von Schutzräumen oder in Schutzräumen, wegen des Raketenbeschusses.”

Seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten wurden mehr als 140 Kleinraketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Die israelische Luftwaffe flog im gleichen Zeitraum 29 Angriffe gegen das Palästinenser-Gebiet am Mittelmeer.

Auf beiden Seiten starben zwei Dutzend Menschen, mehr als 100 wurden verletzt. Fünf ägyptische Grenzschützer kamen um, als israelische Soldaten mutmaßliche Extremisten verfolgten – versehentlich, wie Israel bedauerte.