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Ausschreitungen am Rande des Generalstreiks in Chile

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Ausschreitungen am Rande des Generalstreiks in Chile

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Am ersten Tag des 48-Stunden-Generalstreiks in Chile hat es in der Hauptstadt Santiago wieder Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten gegeben.

Zu dem Generalstreik hat die größte Gewerkschaft des Landes aufgerufen, zahlreiche andere Organisationen haben sich angeschlossen. Der Protest richtet sich gegen die Politik des konservativen Präsidenten Sebastian Pinera und die zunehmend ungerechte Verteilung des Reichtums im Land. Streikende und Demonstranten fordern, stärker am hohen Wirtschaftswachstum des Landes beteiligt zu werden, und verlangen unter anderem Steuersenkungen, eine Renten- und Arbeitsrechtsreform.

In Santiago errichteten Demonstranten Straßenblockaden, die Polizei ging mit Tränengas und Wasserwerfern gegen sie vor. Auch in anderen Städten gab es vereinzelt Ausschreitungen. Mehr als dreißig Personen wurden festgenommen, gut ein Dutzend wurde verletzt.

Der Streik selbst wurde eher im öffentlichen Dienst als im privaten Sektor befolgt. Der Betrieb in Krankenhäusern und öffentlichem Nahverkehr ging weitgehend unbehelligt vom Streik weiter. Dieser folgt monatelangen Studentenprotesten für ein gerechteres Bildungswesen. Auch dabei hatte es Ausschreitungen gegeben.