Eilmeldung

Eilmeldung

Bordell-Skandal bringt Australiens Regierung ins Wanken

Sie lesen gerade:

Bordell-Skandal bringt Australiens Regierung ins Wanken

Schriftgrösse Aa Aa

Der Skandal um einen Parteikollegen könnte den Sturz von Australiens Minderheitsregierung nach sich ziehen.

Die Polizei ermittelt seit diesem Mittwoch, ob der Abgeordnete Craig Thomson Prostituierte mit der Kreditkarte seines Arbeitgebers bezahlte. Thomson weist die Vorwürfe zurück und beharrt darauf, dass zum fraglichen Zeitpunkt im Jahr 2005 eine andere Person seine Kreditkarte benutzt habe. Die dienstliche Karte gehörte der Gewerkschaft der Gesundheitsdienste, für die er damals arbeitete.

Premierministerin Julia Gillard bekräftigte bei der parlamentarischen Fragestunde, dass sie weiter zu ihrem Parteikollegen hält. Sollte dieser über den Skandal um den illegal finanzierten Bordellbesuch stolpern und für seinen Sitz nachgewählt werden müssen, riskiert die regierende Arbeitspartei ein Mandat, das zählt:

Angesichts ihrer schlechten Umfragewerte dürfte der Sitz an die Opposition gehen. Da sie schon jetzt auf die Unterstützung drei parteiloser und eines grünen Abgeordneten angewiesen ist und damit gerade mal eine Mehrheit von einer Stimme hat, läge die Arbeitspartei nach Verlust dieser einen Stimme gleichauf mit der Opposition. Womit Neuwahlen wahrscheinlich würden.