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Exil-Syrer formen Nationalrat

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Exil-Syrer formen Nationalrat

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Der Besuch war angekündigt und genehmigt: UN-Mitarbeiter sollten in der Stadt Homs Zeugen syrischen Umgangs mit Menschenrechten werden. Wurden sie. Als Protestrufe unter hunderten Unterstützern aufkamen, schossen Sicherheitsleute, drei Menschen starben – ein Amateur nahm alles auf.

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen verurteilte das gewaltsame Vorgehen des Regimes gegen die eigenen Bevölkerung mit deutlichen Worten. Von den 46 Ratsmitgliedern stimmten 33 für die Resolution, darunter Jordanien, Saudi-Arabien, Kuwait und Katar. Dagegen votierten nur Russland, China, Kuba und Ecuador.

Die syrische Opposition formiert sich im Exil, etwa bei einem Treffen in Istanbul. Ein Nationalrat soll in wenigen Tagen die Arbeit aufnehmen.

Louay Safi, Vorsitzender der US-Organisation von Exil-Syrern, dem Syrian American Council:

“Wir sind gegen jede Art von internationaler Militärintervention. Wir hätten gern eine Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft, ganz klar, um unseren Forderungen nach Demokratie Nachdruck zu verleihen, um diplomatisch Druck zu machen.”

Die türkischen Nachbarn Syriens erwägen eine härtere Linie, berichten Medien, etwa den Rückzug des Botschafters aus Damaskus, das Ende der militärischen Zusammenarbeit und ein Einfrieren der Guthaben der Familie Assad in der Türkei.

Bora Bayraktar, euronews:

“Die syrische Opposition hat wichtige Meilensteine in Richtung Einheit geschafft bei ihrem Treffen in Istanbul. Jetzt gilt es, eine Führungspersönlichkeit zu finden, die alle akzeptieren.”

S.U