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Libyen: Freudengeballer und scharfe Schüsse

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Libyen: Freudengeballer und scharfe Schüsse

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Alles nur ein taktischer Schachzug ? Während Aufständische auf dem “Platz der Märtyrer” in Tripolis in die Luft ballern, der 40 Jahre lang “Grüner Platz” hieß, wird in Libyen weiter stellenweise scharf geschossen. Der langjàhrige Machthaber Muammar Gaddafi und seine Getreuen versichern, sie würden Libyen in einen “Vulkan aus Lava und Feuer” verwandeln “unter den Füßen der Verräter” (Regierungssprecher Moussa Ibrahim).

Oder doch “freies Libyen” – wie sich einer aus der bunten Rebellentruppe auf die Hände geschrieben hat ?

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die westlich von Tripolis gelegene Stadt Ajelat nach Medienberichten mit Raketen und Panzern angegriffen. Mehrere Dutzend Raketen Gaddafi-Treuer schlugen danach auch in Tripolis ein, nicht weit vom Palast Bab al-Asisija.

Den habe er aus taktischen Gründen aufgegeben, sagte Gaddafis Stimme in einer Audio-Botschaft.

Viel würde er bei einer Rückkehr nicht mehr davon wiederfinden: Selbst sein elektrisches Golfwägelchen fand neue Nutzer.

Wie geht es weiter ?

Muammar Gaddafi sei bereit, “Monate oder sogar Jahre” Widerstand zu leisten, sagte ein Sprecher – aber nicht, von wo aus.

Der Nationale Übergangsrat arbeitet an einer provisorischen Regierung und an seinem Umzug von Bengasi in die Hauptstadt.

S.U