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Ratingagentur Moody's stuft Japan herab

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Ratingagentur Moody's stuft Japan herab

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Nach Europa und den USA ist jetzt Japan dran: Die US-Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft, von “Aa2” auf “Aa3”. Das ist schmerzlich für die weltweit drittgrößte Wirtschaftsnation, aber nicht gänzlich überraschend. Immerhin hatte Moody’s schon vor einiger Zeit mit diesem Schritt gedroht, angesichts eines japanischen Schuldenbergs von 218 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Besorgt schaut denn auch Japans Finanzminister Yoshihiko Noda in die Kameras: Er wolle die Bewertungen der privaten Ratingagenturen jetzt nicht im Detail kommentieren, sagte Noda, er sei aber sicher, dass das Vertrauen in japanische Staatsanleihen stabil sei, angesichts solider Angebote für diese Papiere in jüngster Zeit.

Noda kündigte auch Schritte an, um der Stärke des Yen zu begegnen. Gerade heimische Unternehmen leiden unter dem Währungshoch. Daher sollen zum Beispiel Fremdwährungsreserven im Wert von 100 Milliarden US-Dollar freigegeben werden, damit japanische Unternehmen im Ausland investieren können.