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Russland legt Sojus zunächst auf Eis

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Russland legt Sojus zunächst auf Eis

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Nach dem Absturz eines unbemannten Versorgungstransporters gestern hat Russland den Einsatz von Sojus-Raketen bis zur Klärung der Unfallursache gestoppt.

Der Frachter war vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet und stürzte auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS ab. Beim Absturz in menschenleerem Gebiet in Sibirien wurde niemand verletzt.

An Bord hatte der Frachter drei Tonnen Versorgungsgüter für die Raumfahrer sowie Fruchtfliegen für ein Experiment auf der ISS. Ob die Fruchtfliegen den Absturz überlebt haben, ist unklar.

Nach dem Ende der amerikanischen Space Shuttles sind russische “Sojus” derzeit die einzige Möglichkeit, um Menschen zur ISS zu transportieren. Ob der nächste bemannte Flug zur ISS mit Hilfe einer Sojus-Rakete am 22. September stattfindet, ist ungewiss.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt

forderte die schnelle Entwicklung alternativer Transportmittel. Der Unfall sei ein Hinweis darauf, dass auf parallele Strukturen gesetzt werden müsse, so der Chef des Zentrum, Johann-Dietrich Wörner.